Es ist nun mal wahr, dass unsere Pole schmelzen, dass Treibhaus unsere Atmosphäre zersetzt und dass Plastik mittlerweile ein Fluch statt Segen ist.

Dazu tragen aber in erster Linie die Menschen der Industrienationen bei. Im Gegensatz zu früher haben wir uns einen übertriebenen Lebensstandard angeeignet, aus Lust und Gier. Wir beuten mit unserem Lebensstandard nicht nur die ärmeren Länder und deren Bevölkerung aus, sondern hauptsächlich die Ressourcen dieser Erde. Damit meine ich nicht die Erze, Gold, Diamanten, was natürlich auch der Fall ist. Nein, damit meine ich das wichtigste Gut dieser Erde, das Süßwasser.

Jeden Tag werden Tonnen Trinkwasser verwendet, um in Afrika riesige Treibhäuser zu bewässern, damit wir im Winter schöne Rosen und Tulpen auf unsere Tische stellen können. Allein der Trinkwasserverbrauch dieser Treibhäuser in 1 Woche ist gleich wie der Verbrauch der Millionenstadt München. Zum anderen wird in den wasserknappen Regionen Südamerikas extrem dieses kostbare Nass verschwendet, um uns mit Lebensmittel zu versorgen, die im Winter niemand braucht. Wassermelonen, Erdbeeren, Blaubeeren, Spargel, usw. Damit dieser Standard von vielen für wenige gehalten werden kann, müssen logistische Meisterleistungen erbracht werden und genau dieser Überfluss zerstört unsere Erde. Genau diese Situation wird durch die Regierung in Berlin ausgenutzt und erhebt darauf Steuern, die es sonst nicht gäbe.

Eine Aktion erfordert immer eine Reaktion. Gerade in Hinsicht auf unsere politische Situation, in erster Linie aber auf die gesellschaftliche, sollten wir überdenken ob es wirklich im Winter solche Dinge braucht. Die meisten können es sich nicht leisten, solche Dinge auf den Tisch zu bringen. Fragen wir uns wie patriotisch wir wirklich sind, wenn wir durch unser Konsumverhalten zwar Konzerne unterstützen, im Gegenzug aber dem Großteil der Bevölkerung im Supermarkt zeigen „du bist Arm und kannst dir das nicht leisten“.

Ich für meinen Teil kaufe solche Dinge nicht und warte damit, bis es das bei uns regulär gibt, so bin ich aufgewachsen. Und ehrlich, ich schäme mich neben alten Menschen, die nur das nötigste im Einkaufswagen haben, solche Dinge aufs Band zu legen.

 

Corinna Mara Conrad
Landesverband Brandenburg