Ob Missachtung des Rotlichts, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder andere Verstöße: Die Kontrolle von Radfahrern ist nötiger denn je.

Obwohl das Fehlverhalten von vielen Radfahrern offensichtlich erscheint, kritisieren ideologische Organisationen wie der Verein „Radkomm“ und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die Polizei und die Stadtverwaltung für die durchgeführten Kontrollen.

Radkomm bezeichnet die Kontrollen als „willkürlich und fern von Gefahrenpunkten“. Für das Fehlverhalten von Radfahrern packt der Verein allerdings auch gleich den Persilschein aus und kritisiert die Kontrollen „oft an Punkten, an denen die Regeln uneindeutig oder besonders unsinnig sind“.

Der Verein maßt sich somit an, entscheiden zu können, welche Regeln in seinen Augen „gut“ sind und welche es nicht sind.

Der ADFC äußert sich nicht weniger unverschämt: Dass Radfahrer häufig rote Ampeln ignorieren, stimme zwar, liege aber an den langen Ampelphasen, die Autofahrer konsequent bevorzugten, so die Äußerung im Kölner Stadtanzeiger.

Dazu stellen wir fest:
Wenn Regeln für Radfahrer uneindeutig sind, dann sollten diese einmal einen Lehrgang in der Verkehrsschule besuchen. Ob Regelungen „unsinnig“ sind, entscheidet im Zweifelsfall aber nicht der Verkehrsteilnehmer, sondern das Amt für Straßen- und Verkehrstechnik, welche die Regelung einführt. Wenn der Verkehrsteilnehmer, in diesem Fall der Radfahrer, die Regel und damit das Gesetz missachtet, so ist es vollkommen legitim, diesen einer Kontrolle zu unterziehen.

Um Missverständnissen vorzubeugen sei gesagt, dass Verkehrskontrollen ebenso für den motorisierten Verkehr als auch für Fußgänger stattfinden müssen.

In Anbetracht der Tatsache, dass eine anarchische Einstellung bei vielen Radfahrern vorherrscht und aufgrund der vielen Freizügigkeiten im Radverkehr (Fahren entgegen der Einbahnstr., Wegnahme von Fahrspuren für den Kraftverkehr, Sperrung von Straßen zugunsten des Radverkehrs, etc.) sind wir der Meinung, dass insbesondere die Radfahrer stärker als bisher kontrolliert werden müssen. Zudem muss bei Verstößen durch diese auf eine Nulltoleranzstrategie gesetzt werden. Mündliche Verwarnungen sollten auf ein Mindestmaß reduziert werden. Stattdessen müssen Verwarngelder und Anzeigen das Mittel der Wahl sein.