Die Diskussion um einen Neubau des RheinEnergieStadions an anderer Stelle nimmt nach dem Vorliegen einer Architektenstudie Fahrt auf.

Der 1.FC Köln möchte seinen Zuschauern gerne mehr Kapazitäten im Stadion zur Verfügung stellen, da die Heimspiele im 50.000 Zuschauer fassenden Stadion meist ausgeschöpft sind. Sowohl der Ausbau des Stadions als auch ein kompletter Neubau an anderer Stelle sieht die Vereinsführung des Klubs als machbar an.

Die vorliegende Architektenstudie sorgt nun für den nötigen Sprengstoff in diesem brisanten Thema. Demnach sei die Wirtschaftlichkeit beim Ausbau von jetzt ca. 50.000 Plätzen auf dann 75.000 Plätze nicht gegeben, da die Investitionen zu hoch erscheinen. Zwar sei die bauliche Erweiterung am Standort in Müngersdorf möglich, aber mit hohen planerischen und rechtlichen Hürden verbunden.

Auch Fortuna Köln meldet Interesse an einem neuen Stadion an, da das Südstadion in Zollstock in die Jahre gekommen ist und nicht mehr den Anforderungen eines Fußballvereins entspricht. Seitens der Fortuna wünscht man sich einen Neubau, welcher aus deren Sicht in der Südstadt nicht umsetzbar sei. Daher kommt auch für die Fortuna ein neuer Standort in Frage. Dort favorisiert man einen linksrheinischen Standort, man wäre aber auch mit einem Standort auf der rechten Rheinseite einverstanden.

 

Wettbewerbsfähigkeit erhalten ohne Traditionen zu verleugnen

Die Deutsche Konservative unterstützt die Pläne der beiden Fußballvereine, ihre Wettkampfarenen der Zeit anzupassen. Aber gerade beim Stadion in Müngersdorf bleibt festzustellen, dass dieses erst im Jahre 2004 neueröffnet wurde. Schon damals war die Option zum Ausbau der Kapazitäten eingeplant. Zudem handelt es sich um einen historischen Standort, an dem bereits die beiden Vorgänger dieses Stadions beheimatet waren. Daher befürworten wir den Ausbau des Stadions an seinem aktuellen Standort. Hier ist zudem die entsprechende Infrastruktur (Anbindung an den Nahverkehr, Parkhäuser) vorhanden.

Das Südstadion zu erhalten, dürfte sich als schwieriger erweisen, da das bisherige Gelände an der Vorgebirgsstr. zu klein für einen zukunftsgerechten Ausbau sein dürfte.

Sollte das Stadion in Müngersdorf jedoch frei werden, dann wäre dieser Standort sowohl für Fortuna Köln als auch für Viktoria Köln eine Option, um das Stadion gemeinsam zu nutzen.

Unabhängig davon sollte es die Bemühung der Kölner Sportstätten GmbH sein, eine gemeinsame Spielstätte für beide Vereine zu verwirklichen.

Um Klarheit für alle Vereine zu schaffen, muss es zu einer schnellen aber durchdachten Lösung kommen.

Grundsätzlich gilt aus unserer Sicht:

  • Erhalt und Ausbau von Stadien vor Neubauten an anderer Stelle
  • Stadion-Neubauten welche sich außerhalb der Stadt Köln befindet, lehnen wir konsequent ab
  • Je ein größeres Stadion links- und rechtsrheinisch
  • Bei Neubauten: Option zum späteren Ausbau ermöglichen
  • Infrastruktur muss gegeben sein bzw. entsprechend ausgebaut werden (Autobahnen, Straßen, Nahverkehrs, etc.)
  • Nutzung der alten Sportanlagen für Amateurvereine ermöglichen
  • Anbringung einer Gedenktafel mit Hinweis auf den historischen Standort