||Tegel muss offen bleiben

Tegel muss offen bleiben

2017-04-24T12:15:19+00:0024. Februar 2017|Berlin|

Als Verkehrsingenieur mit 40 jähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst kann ich behaupten – genau wie meine Kollegen – die Schließung von Tegel wäre der „größte Politflopp“ bzw. die größte Fehlentscheidung, die diese Sozialdemokraten für Berlin und Brandenburg getroffen haben. Aber selbst jeder sachlich und realistisch denkende Bürger muss zu dieser Auffassung kommen.

Es ist kein Geheimnis, dass die beiden SPD-Granden Platzek und Wowereit mit ihrem dilettantischen Handeln den desolaten Zustand in Schönefeld befördert haben.
Schönefeld wird nie das derzeitige und zu erwartende Flugastaufkommen bewältigen können. Und eine 3. zusätzlich entlastende Start – und Landebahn wird es nicht geben.

Dies wird nicht gegen den Willen der Bürger dieser Region durchsetzbar sein!
Zumindest nicht mit demokratischen Mitteln.

Es war schon ein Riesenfehler den traditionellen Flughafen Tempelhof mit einer großartigen und traditionellen Eingangs – und Empfangshalle zu schließen. Tempelhof hätte die Flugbereitschaft der Bundesregierung, die Rettungsflieger und die kleinen Privat- und Passagiermaschinen sehr gut aufnehmen können. Die kleinen Maschinen haben nichts zwischen den großen Jets zu suchen.

Wichtige Fakten

  • Den Berlinern wurde versprochen, dass sie nach Öffnung von Schönefeld keinen Fluglärm mehr ertragen müssen. Dieses Versprechen ist schon gebrochen worden indem die Fernrouten über Berlin festgelegt wurden und führen jetzt über den Wannsee und den Müggelsee. Die SPD-Fürsten – besonders der ehemalige Ministerpräsident Platzek – haben es verstanden die Flugrouten von seiner Hauptstadt Potsdam fernzuhalten. Welch tolle verlogene Politik!
  • Tegel ist inzwischen mindestens 4 mal mit etlichen Dutzend Millionen (50, 60, oder 70) erweitert worden und das nach der Entscheidung, dass er geschlossen werden soll.
    Das ist eine der größten Geldverschwendungen und Fehlplanungen unter sozialdemokratischer Verantwortung
  • Wenn man bedenkt, dass durch bestimmte Anlässe Schönefeld schon mehrere male bereits voll gesperrt werden musste, konnte auf Tegel ausgewichen werde.
  • Eine besonders dumme Fehlplanung ist Leipzig als Ausweichflughafen nutzen zu wollen. Man bedenke dass die Fluggäste aus Meck-Pom und Nord-Brandenburg bei den Standorten Leipzig und Schönefeld erheblich längere, Wege zurücklegen müssen. Tegel bietet hier einfach kürzere Wege an.
  • Schönefeld als Jobmaschine? Es ist doch logisch, dass in Berlin viele Tausend Arbeitsplätze (- 20 000) verlagert werden. Einhergehend fließt danach das Steueraufkommen nach Schließung von Tegel und Tempelhof nach Brandenburg.
  • Der Anspruch Schönefeld als Drehkreuz nach Osteuropa ausweisen zu wollen ist einfach lächerlich, ein weiterer Flopp!
  • Ein offener Flughafen Tegel hätte außerdem den Vorteil einer ausgleichenden Verteilung der Lärmbelästigungen.
  • Tegel könnte auch als Regierungsflughafen genutzt werden. Es gibt die große Halle (B-Trakt) und für kleine Empfänge der ehemalige französische Nordbereich in Tegel. Ein in Schönefeld geplanter Regierungsflughafen müsste für unzählige Millionen (100 000 – tausende?) errichtet werden. Welche Geldverschwendung. Außerdem wäre die Zufahrt von Tegel zum Regierungsviertel näher! Und kleine Flugzeuge wären in Citynähe besser aufgehoben.
  • Letztlich besteht die Frage warum die Regierungsverantwortlichen so vehement auf Schönefeld bestehen? Die Frage besteht inwieweit Projektentwicklung bzw. Politiker bereits Zusagen an Investoren, lmmobilienhaie und Baufirmen gegeben haben und somit eine Offenhaltung von Tegel verhindert werden muss.
    Ein besonders großes Chaos würde bei einer Schließung Tegels durch den Taxiverkehr entstehen. Berliner Taxifahrer ausgrenzen zu wollen würde zu einem Riesenkonflikt führen.
  • Es muss darauf hingewiesen werden, dass es die Sozialdemokraten nie verstanden haben geeignete Bauleiter einzustellen. Allein dadurch mussten durch den ständigen Wechsel hohe Entschädigungen gezahlt werden.
  • Abschließend ist zu kritisieren, dass die SPD-Bonzen in höchst undemokratischer Weise den Schönefelder Flughafen mit „Willy Brandt“ (alias Herbert Fram alias Felix Franke) benannten, ohne die Bevölkerung einzubeziehen. Dieser Mann war nicht die „Ikone“ sondern ein Dunkelmann der Deutschen Geschichte. Allein seine verräterische Tätigkeit als Geheimdienst-Offizier hätte diese Namensnennung für den Flughafen unterbinden müssen. Siehe auch hierzu Focus Nr. 25 von 1998!

Es kann nur eine Entscheidung geben:
Tegel muss offen bleiben

Ein Beitrag von Horst H. Grau, Dipl. Bauingenieur